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Wohnheime für Menschen mit Suchterkrankung

Die Schaumburger Wohnheime für chronisch mehrfach geschädigte sucht­kran­ke Menschen bieten in diversen Wohn- und Förderstufen vielfältige Mög­lich­keiten der Wiedereingliederung in ein „normales Leben“ nach den §§ 53/54 SGB XII an. Insgesamt werden derzeit 131 Wohnheimplätze an verschiedenen Standorten im Landkreis Schaumburg vorgehalten:  Obernwöhren, Hörkamp – Langen­bruch, Habichthorst, Stadthagen, Bergkirchen und Pollhagen. Aufgenommen werden suchtkranke Menschen mit den Diagnosen, wie z.B.   -    Sucht- und psychische Folgeerkrankungen (CMA) - Substanzmittelmissbrauch mit illegalen Drogen, inkl. Substitution-, Sucht- und Korsakowsyndrom.
In einem individuell abgestimmten Förderplan, der bis zu fünf Stufen bein­hal­ten kann, werden die Bewohner/innen entsprechend ihren Fähigkeiten, auf ein „Leben außerhalb der Wohneinrichtung“ vorbereitet. Gezieltes Realitätstraining und verhaltenstherapeutische Maßnahmen sind Teil des Angebots. Die beiden Stammhäuser „Haus Obernwöhren“ und „Haus Bergkirchen“ bieten im Rahmen der jeweiligen Förderstufen den Klienten die Möglichkeit, die Fol­ge­schäden der Abhängigkeit zu reduzieren und „alte Alltagskompetenzen“ wieder neu zu erlernen. In einem Bezugsbetreuungssystem werden mit Hilfe geschulter Mitar­bei­ter/in­nen (Sozialarbeiter, Erzieher, Heilerziehungspfleger, Ergothe­ra­peu­ten, Kran­ken­schwestern/pfleger und Altenpfleger/innen) die Wünsche und Be­dürf­nisse der Bewoh­nerschaft bearbeitet. So bieten unsere  Förderbereiche in den jeweiligen Entwicklungsstufen den Bewohner/innen unter Anleitung die Möglich­kei­t, wieder Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und die gemeinsame Bewältigung des Alltags in einem geschützten Rahmen neu zu erlernen und zu erproben. Unsere Zielsetzungen beinhalten eine psychische Stabilisierung, körperliche und kognitive Rehabilitation, Schaffung eines suchtfreien Milieus und differenzierte Arbeitsmöglichkeiten Bei einer gelebten Abstinenz können in den jeweiligen Häusern weitere Förderstufen, in Form von  Außenwohngruppen, Trainingswohnungen und eige­nen Wohnformen durchlebt werden. Die einzelnen Förderstufen bauen aufeinander auf und setzen voraus, dass eine aktive Mitarbeit der Bewohner/innen gegeben ist. Unterstützt werden die Bewohner/innen durch eine individuelle Bezugsbetreuung.   Die aktive Mitarbeit der Bewohnerschaft  beinhaltet ein Abstinenzgebot, die Fähigkeit einer angemessenen selbständigen Haushaltsführung, eine Medika­mentencompliance, Teilnahme in Selbsthilfegruppen und Anbindung an eine Institutsambulanz. Zur Stabilisierung der eigenen Abstinenz werden tagesstrukturierende Ange­bo­te in den jeweiligen Häusern angeboten. Die Angebote werden den individu­el­len Bedürfnissen der Bewohner angepasst und können sehr unterschiedlich sein, wie z.B. ergo­the­rapeutische Angebote, begleitete Freizeitaktivitäten, Hauswirt­schafts­trai­ning, Bewerbungstraining, Wohntraining etc. Zur Unterstützung der Wiedererlangung von  Arbeitsfähigkeiten  werden Industrie-,  Brennholz-, Haus- und Gartenarbeiten, Tierhaltung und Küchen­ar­bei­ten angeboten.   Voraussetzungen für eine Aufnahme in den jeweiligen Einrichtungsteilen Ist:

  • Eine suchtspezifische Diagnose
  • Eine Entgiftung in einer Fachklinik vor der Aufnahme
  • Bereitschaft zur Abstinenz
  • Bereitschaft zu einer aktiven Mitarbeit, inkl. Rückfallprophylaxe